Philkoll

Tages-Philosophie-Kolleg (TPK)

Das Tages-Philosophie-Kolleg (TPK) kann auch als Einführungskurs für das Manager-Philosophie-Kolleg verstanden werden.

Hier gewinnen Sie als Interessent einen Eindruck von der Arbeits- und Denkweise sowie den Inhalten.

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 10 Personen begrenzt.
Tagungsort ist zumeist das Seminarzentrum im Haus des PhilKoll
Die Teilnahmegebühr beträgt 490€ zzgl. MwSt.
Wenn Sie wollen, führen wir das TPK auch in Ihrem Unternehmen mit Ihren Führungskräften durch. Ihre Themenwünsche dazu sprechen Sie bitte individuell mit uns ab.
Bei Interesse und zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Kontaktformular

Manager-Philosophie-Kolleg (MPK)

Das Manager-Philosophie-Kolleg MPK VII

10 Sitzungen von April 2008 bis März 2009

Generalthema: Existenz und Intuition in ihrer Beziehung zum rationalen Denken

Die Idee

Zum siebenten Mal führen wir einen Philosophie-Kurs für Männer und Frauen in der Wirtschaft durch. Er stützt sich auf die Erfahrungen der vergangenen sechs Jahre und bietet ein neues Programm. Im Vordergrund stehen Themen, die unsere Begriffe von Handeln, Entscheiden, Freiheit und Selbstbewusstsein erweitern und mit facettenreichen Inhalten anfüllen können. Teilnehmer werden einerseits geistesgeschichtliche Positionen kennen lernen, die für ein Verständnis der natürlichen sowie gesellschaftlichen Bewegungskräfte unserer Gegenwart von bleibender Bedeutung sind. Andererseits werden sie Erfahrungen mit ihrer persönlichen Physiognomie des Denkens machen, die sie als eine Weise des Erkenne-dich-selbst erleben. Jede Sitzung führt zunächst anhand einer einschlägigen Textauswahl in das jeweilige Thema ein und ermuntert die Teilnehmer, sich durch eigene Stellungnahmen den Gegenstand anzueignen. Dabei steht das Training der Verbindung von Denken und Sprechen im Vordergrund, die einen Rhetorik-Kurs ersetzen kann.

Das Kolleg nutzt die grundsätzlich neuen Einsichten über die Arbeitsweisen des menschlichen Gehirns. Die sich daraus ergebenden philosophischen Fragen bilden einen roten Faden der gesamten Arbeit im Kolleg. Beispielsweise eröffnen die neurobiologischen Forschungsergebnisse der vergangenen zehn Jahre neue Blicke auf die Bewertung von Intelligenz, von sprachlicher Artikulation, von Konzentration auf gedankliche Zusammenhänge, von Ethik, Religion, und philosophischen Orientierungshilfen. Sie bestätigen die Bedeutung der Emotionen beim Zustandekommen von Entscheidungen. Viele jener Forschungsergebnisse führen zu einer Neuformulierung der Aufgabe der Philosophie in der Öffentlichkeit und bei Führungskräften.

Die Zusammenhänge, die wir als bewusste Zustände erleben, sind energetisch gesehen ein sehr kostspieliger Vorgang für unser Gehirn. Es fällt uns daher schwer, uns auf unbekannte Denkwege lange zu konzentrieren. Kinder bis zu einem bestimmten Alter verfügen noch nicht über diese Fähigkeit und die meisten Tiere werden sie niemals erlernen. Auch ist die bewusste Gedächtnisform, worin sich der Zusammenhang zwischen Sprechen und Denken herstellt, die jüngste Funktion, die unser Gehirn im Laufe seiner Evolution ausgebildet hat. Sie zu aktivieren bedeutet immer zugleich auch, die Jugendlichkeit des Gehirns zu befördern. So folgt die Freude bei der bewussten Auseinandersetzung mit Gedanken dem Bestreben des Gehirns, sich aktiv zu verhalten. Daher ist konkretes Denken niemals passiv.

Die Ausführung

Vor dem Hintergrund hirnphysiologischer Voraussetzungen gewinnt die im Philosophischen Kolleg für Führungskräfte gepflegte Darstellung der Philosophie besondere Bedeutung. Die Moderation ist so angelegt, dass die Teilnehmer nach kurzer Zeit ihre gesamte Aufmerksamkeit auf einen philosophischen Zusammenhang richten. Sie werden davon sowohl intellektuell als auch emotional gefordert und müssen Stellung beziehen. Während dieser Tätigkeit fallen alle gewohnten und belastenden Gedächtnisinhalte aus dem Aufmerksamkeitsfenster, und die neuen Denkinhalte werden als wohltuende Bereicherung erfahren. Gehen wir anschließend zu unseren gewohnten Tagesordnungspunkten in Alltag und Berufsleben über, werden Entscheidungen und Wahrnehmungen mit neuen Konstellationen zusammengefügt.

Während der Beschäftigung mit Philosophie waren die Handlungszwänge, denen sich unser limbisches System beständig aussetzt, weitgehend ruhig gestellt. Die regelmäßige Beschäftigung mit Philosophie bringt auf diese Weise intellektuell gewonnene Einsichten schrittweise dem Entscheidungs- und Motivationssystem unserer Persönlichkeit näher. Der persönliche Nutzen der philosophischen Beschäftigung in der von uns angebotenen Weise liegt darin, dass Wissensinhalte, geistige Überzeugungen und Ziele langfristiger Planung bei weitreichenden und wichtigen Entscheidungen ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Charakters sein werden. Selbstverständlich ist dieser Bildungsprozess begleitet von einem tieferen Verständnis für verschiedene theoretische Entwürfe, einer Steigerung unserer rhetorischen Fähigkeiten und schnellerem Verständnis beim Verfolgen anderer Redebeiträge.

Inhalte

Gegenstand der 10 Sitzungen einmal monatlich donnerstags/freitags beziehungsweise samstags, ist das Verhältnis des bewussten zum unbewussten Denken und Entscheiden. Wir betrachten einschlägige philosophische Positionen, die der Qualität des Nicht-rationalen Beachtung schenken, ohne deswegen zum Verfechter des Irrationalismus zu verkommen.

Die Beschäftigung mit Intuition und Existenzphilosophie setzt sich der Gefahr aus, denjenigen Argumente zu liefern, die sich ohnehin von jeder Verbindlichkeit des Argumentierens und Denkens abgewendet haben. Uns beschäftigen dagegen insbesondere diejenigen Positionen, die eine kritische Haltung zu den Allmachtsphantasien des Denkens einnehmen und gleichwohl ihre Position mit philosophischer Argumentation zu verteidigen verstehen. In der Verständigung zwischen Menschen und bei der Entscheidungsfindung kommt es nicht darauf an, dass jeder seine Meinung sagen darf, sondern dass er seine Meinung mit Argumenten zu rechtfertigen versteht. In diesen Argumenten haben intuitive und existenzialistische Positionen ihren Platz.

Das Kolleg verfolgt einerseits markante Positionen aus der Geistesgeschichte und stellt sie in einen zeitnahen Kontext. Es zielt andererseits darauf ab, unsere Selbsterkenntnis ebenso zu befördern wie unsere Menschenkenntnis. Der Ablauf der einzelnen Sitzungen folgt dem vielen Teilnehmern bereits bekannten Muster, nach welchem die Teilnehmer ermuntert werden, mit Leichtigkeit höchste Konzentration auf Zusammenhänge von Denkbewegungen aufzubringen, ihr Sprachvermögen zu steigern, ihren Wortschatz auszuweiten, sich zu üben im präzisen Formulieren und ihre Beiträge einer schonungslosen Kritik durch andere Teilnehmer auszusetzen.

Ziel des 10-monatigen Kurses ist es, den Teilnehmern zu erleichtern, komplexen Denkzusammenhängen zu folgen und sie auszusprechen; Distanz zu gewinnen, zu der ergreifenden Macht moralischer, religiöser, dogmatischer und Sicherheit versprechender Denksysteme; ihre Überzeugungskraft zu steigern, indem sie der Einheit stiftenden Struktur ihrer eigenen Weltanschauung bewusster näher treten; wesentliche philosophische und wissenschaftliche Einsichten gewinnen in die Entstehung unserer bewussten Erlebnisse und deren Bedeutung für unser Wohlbefinden.

Teilnahmebedingungen

Für die Teilnahme am MPK berechnen wir insgesamt eine Gebühr von 5.000,- Euro zzgl. MwSt., die mit der ersten Sitzung des Kollegs erhoben wird. Die Kollegs finden im Seminarraum von PhilKoll statt, beginnen jeweils um 9 Uhr und enden gegen 17:30 Uhr. Für kleinere Pausen halten wir Gebäck bereit und für die Lunch-Pause ein leichtes Mittagessen. In einzelnen Fällen steht ein Gästezimmer für Übernachtungen vor oder nach dem Kollegtag zur Verfügung.

Bei Interesse und zur Anmeldung nutzen Sie bitte das
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